Druckschrift 
9 (1804)
Entstehung
Seite
390
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penwege so sorgfältig besetzt, daß Freunds-berg allen seinen Much und alle seine Stand-haftigkeit ausbiethen mußte, um nach Italienzu kommen. Er gicng, in der Mitte desNovembers, durch das auf der Westseite desGardasees befindliche Thal Sabia. DiesenWeg hatte noch nie ein Heer betreten.Frcundsbcrg hatte, als er in Italien an-langte, keine Reiterei), kein Geschütz, keineMagazine, kein Geld. Nur i;oo von sei-nen Leuten waren mit Schießgewehren ver-sehen. Ueberall umringte ihn ein stärkererFeind; überall stellten sich ihm schlechte Wege,reissende Flüsse, feste Platze entgegen. Den-noch drang er immer vorwärts; dennoch kamer, durch das Gebicth von Mantua, durchFerrara, dessen Herzog ihn mit Geld, Le-bensmitteln und 8 Kanonen versah, bis andie Trebia.

Hier (1527 Jan.) wartete er sehnsuchts-voll auf die Vereinigung mit den spanischenTruppen des Kaisers; diese wollten aber,weil sie ihren rückständigen Sold nicht erhal-ten hatten, das Mayländische durchaus nichtverlassen, und es verflossen noch zwey Ma-nsche,