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Heinrichs VII ältester Sohn Arthur solltedie Katharine von Aragonicn, Ferdinandsdes Katholischen Tochter, heyrathcn; dervortreffliche Prinz starb aber, vom Volkegeliebt und betrauert, che er diese Heyralhvollziehen konnte. Nun mußte sich sein jün-gerer Bruder Heinrich, ein Knabe von 12Jahren, entschließen, mit der 6 Jahre al-tern Katharine, deren reiche Mitgift Hein-rich VII nicht wieder herausgeben wollte,das Verlöbnis zu fcycrn. Dieser Heinrichwurde jetzt König.
Heinrich VIII war, als er die Regie-rung antrat, 18 Jahre alt. Mit einemschön gebauten, sehr biegsamen Körper,vereinigte er einen muntern, gut gebildetenGeist, aber auch vielen leidenschaftlichen Un-gestüm, der den meisten Handlungen seinerRegierung das Gepräge der Sonderbarkeitaufdrückte. Die Vergnügen der Sinnlich-keit hatten für den jungen König einen mäch-tigen Ncitz. Jeder Beförderer derselben er-warb sich seine Gunst. Dieß benutzte derschlaue Wolscy, um sich zu Heinrichs VIIIerstem Minister zu erheben.
Wol-