Druckschrift 
9 (1804)
Entstehung
Seite
357
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lich. Malt wunderte sich über diese Aehn-lichkcit uni so weniger, da Eduard VI mitPcrkins Mutter in einem sehr freundschaft-lichen Verhältnisse gestanden haben soll. Die-ser Perkin, der durch mancherlei) Abwechse-lungen des Glücks seine Talente gut ausge-bildet hatte, mußte nun die Nolle des Her-zogs Richard von Aork spielen, der, wieman sagte, dem Gefangnisse cntlvischt war.Auch dieser Abentheuer trat zuerst in Irlandauf, wo er sich Richard Plantagenct nennte.Auf Antrieb der Margrethe, lud ihn KarlVIII von Frankreich nach Paris ein, wo erihm einen schönen Pallast, nebst einem an-sehnlichen Jahrgehalt, und sogar eine Leib-wache, anwies. Perkin verdiente diese aus-gezeichnete Behandlung durch sein kluges undedles Benehmen, wodurch er sich allgemeineLiebe erwarb. Mehr als hundert englischeEdellcute kamen zu ihm nach Paris. AlsKarl VIII sich mit Heinrich VII verglich,verlangte dieser zwar Perkings Auslieferung;Karl willigte aber blos in dessen Entfernung.Perkin gieng nun nach Flandern, zu seinerTante Margrethe, die gar kein Bedenkentrug, ihn öffentlich für ihren Vetter zu er-klaren.