Druckschrift 
9 (1804)
Entstehung
Seite
318
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Alle Vorstellungen Maximilians und Lud-wigs hielten den Pabst nicht zurück, dciöreuige Venedig (1510 Febr.) wieder zu Gna-den anzunehmen, ja sogar ein Bündnis mitdemselben zu schließen. Er wollte es nunauch mit dem Kaiser wieder aussöhnen. Alsdaher in der Rcichsvcrsammlung zu Augs-burg (im Marz), in welcher Maximilian vonden Rcichsständen Geld und Kriegsvolk zuerhallen wünschte, der französische Gesandtedie deutschen Fürsten auf die Nothwendigkcit,das mächtige Venedig unterdrücken zu helfen,aufmerksam machte, both der pabftlicheNuncius alle seine Bercdtsamkcit auf, umsie vom Gcgentheile zu überzeugen. Er mußtesich jedoch entfernen. Der venezianische Ge-sandte wurde gar nicht vorgelassen, und PaulWohner, ein Kaufmann, der heimlich Brie-fe des Senats an die Fürsten austhciltc,hatte das Schicksal gehängt zn werden. Den-noch bewilligten die Rcichsständc dem Kaisernicht mehr als sic-ao Mann, deren Ausrü-stung sehr langsam betrieben wurde.

Den Ludwig XII, Venedigs furchtbarstenFeind, hielt der Verlust des Cardinals vonAmboise, seines vornehmsten Ministers, und

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