Druckschrift 
9 (1804)
Entstehung
Seite
308
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Z08

Die Schweitzer, die durch ihre Thcil-nähme an den italienischen Kriegen zwar vie?lcs Gold gewonnen, aber auch viele tapfereLeute eingebüßt, und ihre Sitten verschlim-mert hatten, die fühlten ihren Bund, der(1480) noch durch die Sadre Freyburg undSolothurn vergrößert worden war, so befe-stigt und so mächtig, daß sie dem KaiserTrotz biethcn zu können glaubten. Da sichNun Gcaubündten, welches sich gleichfalls aUdie Eidgenossen enger angeschlossen hakte, mitTyroi im Streit verwickelte, so both dicß zumAusbruche des Krieges bald eine Gelegenheitdar. Dieser Krieg wurde, wegen der Erbitte-rung beyderTheile, mit unmenschlicher Heftig-keit geführt. Ein Thcil vonTyrol verwandeltesich in eine Einöde, und die Schweitzer, welchevon den Schwaben durch schimpfliche Redennoch mehr gereiht worden waren, brennten alleSchlösserund Dörfer längs der deutschen Gränzeab. Maximilian war hingegen mit seinenansehnlichen Heeren nicht so glücklich, in dasGebieth der Schweitzer eindringen zu können.Die Schweitzer siegten in zehn Gefechten,und tödtcten, auf 20000 Schwaben und Oest-reicher. Endlich wurde (1499) Sept.) zu

Basel