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berg (st. 1504) der größte Astronom seinerZeit.
Johann Müller von Königsberg hat sichanch in der Geschichte des Kalenders unsterb-lich gemacht. Vor dem astronomischen Kalen-der hatte man ein, ans vicljahrige Beobach-tungen gegründetes chronologisches, Verzeich-nis; von Naturerscheinungen, also einen Na-tur - oder botanischen Kalender. Man hiengdemselben die sogenannte Wcttcrpractica d. i.eine Anzeige der mnthmaßlichcn Witterung,an. Ein solcher Kalender galt auf viele Jahre.Johann Müller ließ (1476) einen Kalenderzu Nürnberg drucken, der auf zo Jahre galt,und dieser gicng so stark ab, daß mau ihn mit12 ungrischen Ducatcn bezahlte. In ebendem Jahre erhielt Müller von dem PabstSixtus IV eine Einladung, nach Rom zukommen, um den Kalender in Ordnung zubringen; er starb aber kurze Zeit nach seinerAnkunft. Das neue Jahr fleug sich um dieseZeit noch nicht mit dem itcn Januar, sondernmit dem 25tcn Marz, an.
Die Sternkunde wurde noch immer zurSterndeutern), oder Astrologie, gemißbraucht,
und