Herren so eigen, daß sie es in Constantinopcleinführten. Lchnstühle kamen in Frankreichzuerst unter Heinrich III vor. Die Tafelnder Großen waren mit feinen, weißen Tüchernbelegt, die aber auf manchen so lange liegenblieben, daß man ihre Grundfarbe gar nichtmehr erkennen konnte. Servietten waren imiPc» Jahrhundert in Frankreich noch nichtallgemein. Noch erhellten die Säle und Zinnwer keine Wand - und Kronleuchter, sondernWachsfackeln, die von Bedienten empor ge-halten wurden.
In der Kleidung äusserte sich im Ganzengenommen mehr Pracht, als in der Woh-nung. Sie war bcy vornehmen und reichenPersonen nicht nur prächtig, sondern auchsehr abwechselnd. Die Fürsten und Rittertrugen Waffenröcke von kostbarem, schweren,buntscheckigen Stoffe, die mit Zicrrathcn über-laden waren. Auch die weiten und langenPrachtmäntcl, die man über die Rüstungwarf, waren von Gold-und Silbcrstoff, vonSammct, von andettn Scidcnzcug, vonScharlach, mit Gold, Silber, Edelsteinengestickt, mit dem kostbarsten Pelzwerke ver-brämt