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schon so tief eingeprägt, daß ihnen jede Vesschäfftiguug, zu welcher anhaltende Anstren-gung erfordert wird, zur Last fiel, und daßsie, zu derselben gezwungen, sich höchst un-glücklich fühlten. Geldmuchcr war hingegenihr angenehmster Zeitvertreib, dem sie alleihre List, allen ihren Erfindungsgeist, widme-ten. Die Fürsten dieser Zeit bedienten sichsehr oft der Hülfe der Juden, um aus ihrerGeldverlegenheit herauszukommen. Sie ver^pachteten ihnen ihre Einkünfte; sie machtensie wohl gar zu Finanzministern, und wenndie Juden auch zuweilen aus einem Laudefortgejagt wurden, so riefen sie die Fürsten,die ihre Hülfe nicht entbehren konnten, baldwieder zurück. Aus republikanischen Staaten,wo der Kaufmann auf die Staatsangelegen-heiten Einfluß hat, wurden sie zuerst verbannt.Doch eben diese Kaufleute, besonders die lom-bardischcn, wetteiferten mit den Juden inAnsehung des Geldwuchers.
Die Italiener waren überhaupt unter allenEuropäern diejenigen, die am meisten Geld-handel und Wucher trieben. Zu diesem Han-del mußten sie aber entweder große VorratheC 2 von