Das Mittelalter war vorzüglich reich anErfindungen, welche den Künsten eine größereVollkommenheit gaben. Die Knust der Me-tallarbeiter stieg immer höher. Unter andernbekam man jetzt Nadcruhren, Schlaguhren,Thnrmuhrcn. Raderuhrcn waren in Italienschon im igten Jahrhundert bekannt. KaiserFriedrich II erhielt (12Z2) von einem ägyp-tischen Sultane eine Nadcruhr, die auf 5002Duralen geschaht wurde. Eine Raderuhrnach der jetzigen Art verfertigte in Englandein Abt zu St. Alban (1326). Dondi zuPadua lieferte schon eine Uhr, welche, durchein einziges Gewicht regiert, den Lauf derSonne, des Mondes, und der Planetenanzeigte. Zu Ende des i4ten Jahrhundertserhielt man in Frankreich, zu Paris (1570)und zu Dijon (1Z82) Nadcruhren. EineUhr, die Minuten und SccundeU anzeigte,verfertigte erst späterhin (um 1500) Purbachzu Wien, der sich derselben zu astronomischenBeobachtungen bediente. Schon ein Pabstdes 7WN Jahrhunderts hatte den Befehl ge-geben, daß die sogenannten canonischen Stun-den, wo die Mönche bethcn und singen müs-sen, durch das Anschlagen an eine Glocke be-kannt
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