öfters gehemmt. Die unverwahrten Dörfer,die wehrlosen Bewohner derselben, sahen sichden Räubereyen und Gewaltthätigkeiten ammeisten ausgesetzt. Ganz besonders aber scha-deten dem Ackerbau die muthwilligen Söld-ner, die, vornehmlich in Italien, von demBeyspiele der rachgierigen Bewohner des schö-nen Landes gereiht, Dörfer abbrennten, undGetreidefelder verwüsteten. Wie sehr mußtedurch den Gedanken, die Früchte seines Flciscsdurch grausamen Frevel vernichtet zu sehen,die Lust zu arbeiten erstickt werden! Ganz vor-züglich gedieh daher der Landbau in dem west-lichen, ruhigcrn Theile von Deuschland, undin den Niederlanden, wo man ansehnliche undreiche Dörfer, großes und vortreffliches Rind-vieh, zahlreiche, feinwollige Schaafheerden,starke und muthige Pferde antraf; wo manganz vorzügliches Getreide baute; wo Butter,Käse, und Fleisch von besondrer Güte, undin großer Menge, vorhanden war.
Der Obst-und Gemüßebau ward durchdie Kenntnisse, die sich die Europäer durchdie Kreutzzüge im Orient erwarben, beträcht-lich erweitert. Von Pergamus wurde dieA 2 Per-