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Brief an einen Freund über das Ansehen, den Zweck und die Wirkungen des Christenthums
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ab die Bande eines argen, ungläubigen Herzens;finde keinen Gefallen an den unnützen Grübeleienüber das Christenthum, nur als wissenschaftlichesGebäude betrachtet, sondern halte an seinem Wesenfest; und entfliehe dem zukünftigen Zorne. ErinnreDich, daß Du ein der Liebe Gottes unwürdigerSünder elend, jämmerlich, blind, arm und bloßbist. Bekenne dem Herrn Deine Uebcrtretungcn;demüthige Dich unter dem Gefühl derselben undnimm, in dem Bewußtsein, daß in der schwankendenLage des gegenwärtigen Lebens nichts die SehnsuchtDeines unsterblichen Geistes befriedigen kann, diesichere Zuflucht für Deine verwundete und beladeneSeele in dem Schooße Jesu an. Wirf Dich, wieDu bist, dem Mittler zwischen Gott und Menschenin die Arme; Ihm, in dem alle Schätze verborgensind, nicht nur der Weisheit und Erkenntniß, sondernauch der mitleidsvollen Liebe und Erbarmung.Scheue Dich nicht, Sein Joch auf Dich zu nehmen.Gehorche dem Gesetze Christi, wie es in der Schriftaufgezeichnet und Dir in's Herz geschrieben ist.Folge dem Lamme, wohin es auch gehet. StelleDich dieser Welt nicht gleich, sondern verandereDich durch Erneuerung Deines Sinnes; auf daßDu prüfen mögest, welches da sei der gute, derwohlgefällige und vollkommene Gottes Wille.Schreite vorwärts in festem, gleichmäßigem, ent,schlossenem Gang, von Gnade zu Gnade, von Kraftzu Kraft, und von einer Stufe der Heiligkeit zurandern. Selle Dein Anliegen ganz dem anheim,