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Brief an einen Freund über das Ansehen, den Zweck und die Wirkungen des Christenthums
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außerordentliches Dazwischentreten der Allmacht we-sentlich nothwendig gewesen zu seyn scheint ichmeine die so erstaunlich weite Ausbreitung des Chri-stenthums in der frühesten Zeit, nicht nur ohne denBeistand menschlichen Ansehens, sondern in gerademGegensatz gegen die Systeme, Gewohnheiten undVorurtheile der ganzen heidnischen Welt.

Die Wunder Christi und seiner Apostel sind daherwirklich verrichtet worden; sie sind wahrcWunder.Nun erkennen wir an, daß Gott alle Dinge erschaffenund jene allgemeinen Gesetze aufgestellt hat, durchwelche die Ordnung der Natur geleitet und aufrechterhalten wird; und Wunder sind übernatürliche Ab,Weichlingen von jenen allgemeinen Gesetzen undAbänderungen dieser Ordnung. Jeder vernünftigeGottcsgelehrte wird zugeben, daß kein Geschöpf einein ihm wohnende unabhängige Macht haben kann,die Absichten eines Allmächtigen Gottes zu vereiteln,oder seine harmonischen Anordnungen zu unter-brechen; daraus folgt, nach meiner Ansicht, daß allewahren Wunder, wie die ursprüngliche Schöpfungselbst, als Gottes eigenes Werk anzusehen sind.Wenn man indessen zugiebt, daß eine gewisse be-schränkte Gewalt über die Ordnung der Natur zu-weilen von bösen Geistern zu bestimmten Absichtenausgeübt werden durfte, so hat doch eine solche Zu-lassung mit den christlichen Wundern nicht das Ge«