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Von der Nachfolgung Christi
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290 Von etlicher Frommen heißem Verlangen :c.

Weinens enthalten konnten, sondern gleichermaßen mitdem Munde des Herzens und des Leibes nach dir,Gott, der lebendigen Quelle, inniglichst schmachteten,und ihren Hunger nicht anders zu mäßigen noch zustillen vermochten, bis sie deinen Leib mit aller Freu-digkeit und geistlichen Begier empfangen hatten.

2. O wahrhafter, brennender Glaube dieser Men-schen, dastehend als ein bewährter Erweis deiner hei-ligen Gegenwart! Denn sie erkennen ihren Herrnwahrhaftig am Brotbrechen, deren Herz so mächtig inihnen brennet von Jesu, welcher mit ihnen wandelt(Luc. 24). Fern ist von mir oft solch eine Begierund Andacht, eine so heftige Liebe und Inbrunst. Seimir gnädig, gister, süßer, freundlicher Jesu, und ver-leihe deinem armen, dürftigen Freunde nur bisweilenetwas von der herzlichen Begierde deiner Liebe imheiligen Abendmahle zu empfinden, daß mein Glaubemehr erstarke, die Hoffnung auf deine Güte zunehmeund die Liebe, einmal vollkömmlich entzündet, undnachdem sie gekostet das himmlische Manna, nimmerabnehme! (Eph. 4.)

3. Deine Barmherzigkeit ist aber mächtig, mir auchdie begehrte Gnade zu gewähren, und im Geiste derJnbrnnst, wann der Tag deines Wohlgefallens kom-men ist, mich mildiglich heimzusuchen. Denn ob ichschon von solchem Verlangen deiner so sonderlichen