Daß der Leib Christi und die h. Schrift :c.
nicht bedürfen der sakramentlichcn Arznei; denn sie er-freuen sich ohne Ende in der Gegenwart Gottes, vonAngesicht zu Angesicht schauend seine Herrlichkeit, undvon Klarheit zur Klarheit der unergründlichen Gott-heit umgewandelt, schmecken sie das Wort Gottes,welches Fleisch geworden, gleichwie es gewesen ist vonAnfang und bleibet in Ewigkeit (Eph. 1).
3. Eingedenk dieser Wunder wird mir gar wider-lich auch jedweder geistliche Trost, dieweil, so langeich meinen Herrn nicht offenbarlich sehe in seiner Herr-lichkeit, ich für nichts achte Jegliches, was ich in derWelt erblicke und höre. Du bist mir Zeuge, o Gott,daß nichts mich kann trösten, keine Creatur mich be-ruhigen, außer du, mein Gott, den ich begehre ewig-lich zu schauen. Aber dieß ist nicht möglich, so langeich in dieser Sterblichkeit bin. Darum muß ich michlegen auf große Geduld, und mich selbst in allemVerlangen dir unterwerfen. Denn auch deine Heiligen,Herr, welche schon mit dir im Reiche der Himmelfrohlocken, harreten, so lange sie lebten, im Glaubenund in großer Geduld der Zukunft deiner Herrlichkeit.Was Jene geglaubt haben, glaube auch ich; was Jenegehofft, hoffe auch ich; wohin Jene gelangt sind, daßauch ich dahin gelangen werde durch deine Gnade, istmeine Zuversicht. Ich werde indessen wandeln imGlauben, gestärkt durch der Heiligen Exempel. Ich