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Von der Nachfolgung Christi
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232 Von der Verderbtheit der Natur :c.

am Geist an Tugenden reich, und den, welcher reichist an dielen Gütern, von Herzen demüthig, komm,steige hernieder zu mir! Fülle mich frühe mit deinemTroste, daß meine Seele nicht hinsinke vor Mattigkeitund Dürre des Gemüthes!, Ich flehe, Herr, daß ichfinde Gnade in deinen Augen; denn mir genüget deineGnade, wenn ich gleich nicht erlange, was die Naturbegehret. Wenn ich versucht und geplaget werde vonvielen Trübsalen, werde ich kein Unglück fürchten, solange deine Gnade mit mir ist. Sie ist meine Stärke,sie verleiht Rath und Hülfe. Sie ist mächtiger, dennalle Feinde, und weiser denn die Weisen allzumal.

6. Sie ist die Meisterin der Wahrheit, die Leh-rerin der Zucht, das Licht des Herzens, Trost in Be-drängnis?; sie verscheuchet die Traurigkeit, nimmt wegdie Furcht, nähret die Andacht, erwecket die Thränen.Was bin ich ohne sie, denn ein dürres Holz, und einunnützer Stamm, den man auswirft? Derhalben,Herr, laß deine Gnade mir allzeit zuvorkommen undfolgen, und mich allzeit guter Werke beflissen machen,durch Jesum Christum, deinen Sohn! Amen.