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Geiste erheben. Wer hingegen frei mit mir zu wan-deln begehret, dem ist noth, daß er alle seine schlechtenund unordentlichen Begierden ertödte, und keiner Creaturmit eigener Liebe lüstern anhange (Joh. 3,1—21).
Vier und fünfzigstes Kapitel.
Von den verschiedenen Regungen der Natur und der Gnade.
1. Mein Sohn, merke sorgfältig auf die Regungender Natur und der Gnade, weil sie sehr einanderzuwider und unmerklich sich bewegen, und kaum, essei denn von einem geistlichen und im Innersten er-leuchteten Menschen, unterschieden werden. Alle zwarerstreben Gutes, und wenden etwas Gutes vor inihren Worten oder Werken; daher werden Viele be-trogen unter dem Scheine des Guten. Die Naturist listig, zeucht Viele an, verstricket und hintergehetsie, und hat sich selbst allzeit zum Endzweck. Hin-gegen die Gnade wandelt einfaltiglich, und meidetallen bösen Schein, gehet nicht um mit Betrug, undtreibet Alles lauterlich um Gottes willen, in welchemste auch als ihrem Endziele ruhet.
2. Die Natur will ungern sterben, nicht gedrückt,noch übertroffen werden, auch nicl ?t Unterthan sein,