Wider die eitle und weltliche Wissenschaft. 193
irdischen Troste. Um so höher auch steigt er zu Gottempor, je tiefer er in sich hinabsteiget und je mehrer sich selber geringe wirv (Jak. 4).
2. Wer aber sich etwas Gutes beimißt, verhindertdie Gnade Gottes, zu ihm einzukehren, dieweil dieGnade des h. Geistes stets suchet ein demüthiges Herz.Wenn du wüßtest, dich vollkommen zu vernichtigen,und dich von aller geschaffenen Liebe zu entleeren,dann dürfte ich in dich mit großer Gnade ausströmen.Wann du zurückblickst zu den Creaturen, so wird dirder Anblick des Schöpfers entzogen. Lerne dich inAllem um des Schöpfers willen überwinden, dannvermagst du zur göttlichen Erkenntniß zu gelangen!Wie gering auch ein Ding sein mag, wird es unor-dentlich geliebt und angeblickt, so hält es zurück vomHöchsten und bringt Verderben (I Joh. 2).
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Drei und vierzigstes Kapitel.
Wider die eitle und weltliche Wissenschaft.
1. Mein Sohn, laß dich nicht bewegen die schönenund spitzfindigen Sprüche der Menschen! Denn dasReich Gottes bestehet nicht in Worten, sondern inKraft (i Kor. 4, 20). Merke auf meine Worte,