154 Von vier Stückon, die großen Frieden gewähren.
wünschen möchte, der Größte zu sein, und eben sofriedlich und vergnügt in der letzten, als in der erstenStelle, und eben so gern verächtlich und verworfen,ohne Namen noch Ruf, als ehrenhafter und größerin der Welt, denn Andere. Denn dein Wille unddie Liebe deiner Ehre muß über Alles gehen, und ihnmehr trösten, und ihm mehr gefallen, als alle Wohl-thaten, die ihm gegeben sind, oder die ihm nochmöchten gegeben werden (Joh. 4, 34).
Drei und zwanzigstes Kapitel.
Von vier Stücken, die großen Frieden gewähren.
1. Sohn, nun will ich dich stehren den Weg desFriedens und der wahren Freihctt. —
Thue, Herr, was du sagest, dieweil Solches mirangenehm ist zu hören! —
Befleißige dich, mein Sohn, lieber eines AndernWillen zu thun, als den deinen! Erwähle allzeit, lie-ber wenig denn viel zu haben! Suche allzeit den un-teren Ort, und Allen untergeben zu sein! Wünscheallzeit und bete, daß der Wille Gottes vollständig indir geschehe! Siehe, ein solcher Mensch gehet ein indie Gränzen des Friedens und der Ruhe.