Tafel 34.
Asien XXXIV
Arabien I.
1. Uebersicht.
Arabien, Stammland aller semitischen Völker.
Semiten aus Arabien unterwerfen die Sumerer in Babylon im 5. Jahrtausend v. Chr.Semitische Kananäer dringen nach Syrien c. 2500—1500 v. Chr.
Im 2. Jahrtausend v. Chr. steht Arabien unter babylonischem Einfluss.
Semitische Hyksos nach Aegypten; Assyrer v. Nordarabien nach Mesopotamien;Aramäer u. Suti nach Syrien; Minäer, Katubaner u. Hadramotiten nach Südarabien.Phönikier u. Hebräer an die Ostküste des mittelländischen Meeres;
Chaldäer u. Jemama (aus Ostarabien) nach Babylon.
Das minäische Reich (Ma’in) im Südwesten Arabiens mächtig im 14.—7. Jahrh. v. Chr.(25 K).
Abijadi’a Jathi’u mächtiger K in Ma’in; Tub’i-kariba K um 700 v. Chr.
Mussri (Mussran, Midian) im nordwestlichenArabien u. Melucha in Westarabien, im 12.
bis 9. Jahrhundert v. Chr. abhängig von Ma’in.
Sabäer ziehen v. Djof in Nordarabien nach Süden im 9. und 8. Jahrhundert v. Chr.
Dynastie der Sabäer: Mukarrib u. 10 Herrscher 800—550 v. Chr.; Residenz Sirwach.Mussri, seit dem 9 Jahrh. selbständig, c. 732 unterworfen v. Tiglat Pilesar III.
Idibi’il, arabischer Scheich, assyrischer Statthalter v. Mussri.
Im Norden v. Arabien kleine Königreiche im 8. u. 7. Jahrh., den Assyriern tributpflichtig.Die Kedar u. westlich von diesen die Nabajati um 600 v. Chr. mächtig.
Kariba’il Watar erob. das Reich Ma’in u. gründet im Süden v. Arabien das Reich Saba,das c. 550—115 v. Chr. mächtig ist; Hauptstadt Marab.
Das Reich der Nabatäer im nordwestlichen Arabien c. 200 v. Chr. bis 100 n. Chr.;Hauptstadt Petra.
Die Himjaren (Homeriten) gründen 115 v. Chr. das Reich Saba u. Raidon; Haupt-stadt Zafar.
Kriegszug des Aelius Gallus nach Arabien 24 v. Chr.; Trajan 107 n. Chr.; RömischeProvinz Arabien.
Odenath gründet das Reich v. Palmyra 255, erm. 267 n. Chr.
Die Lachmiden, arabisches Fürstengeschlecht in Hira, Vasallen v. Persien, c. 250 n. Chr.As’ad Abu Karib, K v. Saba u. Raidon 200—236 n. Chr., verbreitet das Judentum.Dsu-Nuwas, letzter Himjare, K 490—525 n. Chr., unterliegt den christlichen Abessiniern.Die Perser stürzen die abessinische Herrschaft 575 n. Chr. Persische Statthalter in Jemen.
Joktaniden: Seif u. sein Sohn Maadi Karab (f. 584 n. Chr.).
Die Ghassaniden, ein arabisches Fürstengeschlecht, in Syrien seit dem 6. Jahrh. n. Chr.
Arethas, K 529—569 n. Chr.; Dschabala, letzter K, unterliegt bei Jarmuk 636 n. Chr.In Mekka wohnen Mahaditen, Nomaden, in Jathrib (Medina) Jemeniten, Ackerbauer.
Der Stamm der Kuraisch unter Kusai, Wächter der Kaaba im 5. Jahrh. n. Chr.Mohammed, Herrscher in Medinah 622—632 n. Chr.; Hedschra (Flucht) 622 16 / 7 ; Zeit-rechnung der Musslime.
Legitime Khalifen 632—661 n. Chr. — Aufstände 632: Abhala, Musailima, Tuleiha.Syrien 634, Irak (Babylonien) 636, Aegypten 641, Persien 641—651 n. Chr. unterworfen.Aufstand des Husain, erm. 680 n. Chr.; Abdalleh ibn Zubair, Gegenchalif in Mekka 683bis 692.
Mohammed ben Obeidallah, Statthalter in Jemen, macht sich unabhängig c. 825 n. Chr.Ismaelitische Karmaten mächtig c. 9C0—969; Abu Tahir in Mekka 930 n. Chr.
Mekka unter den Fatimiden 969, unter den Ejjubiden im 11. Jahrhundert n. Chr.Tahiriten in Jemen bis 1517; Grosscherife in Mekka, Aliden: Katadak um 1200.Portugiesen in Maskat 1508—1659. Türken erobern Jemen 1570, vertrieben 1630—1640.
Das Reich Oman gegründet 1659 n. Chr.; Hauptstadt Maskat.
Sayid Said, Sultan 1804—1856; Said Tsuens, S, 1856—1867, erm.
Said Salem, S, 1867—1869, flieht; Azran ben Gheis, Beduinenhäuptling, reg. 1869bis 1870.
Said Turki, S v. Sayid Said, 1870—1888;Seyyid Feysal ben Turki, S, Sultan seit 1888.Mohammed Ibn Abd al Wahhäb, aus dem Stamme der Teminiten in Nedschd, stiftet1745 die Sekte der Wahhabiten, f 1787.
Mohammed, S, erm. von seinem Schwager Ebn Manar.
Saud ibn Abd-al-aziz, Emir in Darija, f 1765; Abd-al-Aziz, S, Emir 1765—1803.Saud II, S, Emir 1803—14, erob. Mekka, Medina, unterwirft Bährain u. Oman.
Mehemet-Ali v. Aegypten erobert Mekka 1814.
Abdallah ben Saud, S v. Saud II, Emir 1814—1818, in Konstantinopel hinger. 1818.Turki, S, Herrscher 1820, erm. v. Vetter Meschäri; Faisal, S, 1820—1832, flieht,f c. 1870.
Abdallah, S v. Faisal, verdrängt v. seinem Br Saud.
2. Palmyra.
Nasorus.
I
Yaballathus.
I
llaeranes.
I
Septimius Odaenatlius, Herr in Syrien u. Mesopotamien, get. v. Rufinus.
Septimius llaeranes, F der Septimius Odaenatlius, K der Pahnyrener,
Palmyrener um 251, v. Gallienus zum Augustus ernannt 265, get. 266/267 n. Chr.
t c. 255 n. Chr. 2. Septimia Zenobia (Batzebina), T des Julius Aurelius Zenobius,
Regentin, K des Orients, gef. v. Aurelian 273 n. Chr.
/ 1 1 11 1
1. Herodes, Mitregent, 2. Septimius Yaballathus Athenodorus, 2. llerennianus.
des Vaters, get. 266/267. Augustus 271, Herrscher in Aegypten 2. Timolianus.
bis 271, f 273 n. Chr.
Amr, K in Palmyra, f. gegen Dehadhima.
Sebbä, K in Palmyra. Seinab.
3. Lachmiden in Hira.
Nomau I (El-ä’awar d. Einäugige) um 400 n. Chr., erbaut das Schloss Chawarnak.El-Mundliir (Alamundares), K c. 420 n. Chr.
Aswad.
Noinan III, f 503 n. Chr.
Imruulkeis III, K.
^ Mäessemä aus dem Stamme Rabia.
El-Mundliir III, K v. Hira 505—554 n. Chr., erm. durch den Ghassaniden Harith V.— Hind, T vom Kinditen Harith.
Amr, K 554— 568.
Kabüs, K 569—573.
Mundhir, K 573-580 n. Chr.
Noman Y, letzter Lachmide, K 580—602.llind, Nonne, f n. 660 n. Chr.