Von dem elektrischen Fluidum. 257
krischen Phänomenen spielt. Sie trägt an: meisten dazubey, das elektrische Gleichgewicht, zwischen nicht leitenden Substanzen und Körpern die sie isoliren, mit an-dern Substanzen wieder herzustellen, wenn es aufgeho-benist (§. 28z.): wir werden auch sehen, daß sie zuden elektrischen Bewegungen beyträgt, und durch siewird das Phänomen, welches den vorzüglichsten Gegen-stand dieses Abschnittes ausmacht, hervorgebracht.
§. 347-
Ich will hier zum Beyspiel die beyden Gruppenvon Scheiben wählen, deren Phänomene ich im vorigenAbschnitte erzählt habe; und ich will erst diese Gruppenin den Augenblicken betrachten, wo, sie mögen entferntoder nahe seyn, ihre Elektrometer bey gewissen Punk-ten fest stehen, welches anfangs eine Ruhe in den Ur-sachen anzudeuten scheint. Ich habe aber schon Gelegen-heit gehabt, mehrmalen zu bemerken, daß in der Naturkein merklich dauerhafter Zustand der Substanzen sey,welcher die Wirkung einer absoluten Ruhr' wäre: d. h.daß derjenige, den man bey den Massen bemerkt, den-noch mit beständiger Bewegung in den Thcilchen, und oftmit entgegengesehen Veränderungen verbunden ist, diesich hinlänglich aufheben, so, daß wir sie nicht wahrneh-men können. So ist also der Zustand unserer beyden ein-ander benachbarten Gruppen, in welchem die Elektro-meter fest bleiben, kein Zustand der Ruhr'. Ich redeselbst nicht einmal von dem beständigen Kreislauf deselektrischen Fluidums, welches sein gewöhnlicher Zu-stand bey allen Leitern ist: ich rede von dem Zustande derindividuellen Thcilchen dieses 'jvlUidums, welcher viel-leicht bey keinem zween Augenblicke hinter einander der-selbe ist; weil ihr Zustand immer von den Umständen ab-hangt, worinn sie sich befinden, und sie diese beständigLc kücs Meteorologie. vcr-