Von dem elektrischen Flnidum. 235
§. Z2t.
Ich habe schon gesagt, daß das große Gesetz, wel-ches die Theorie von Hr. Vvita, von allen, über dieelektrischen Einflüsse vor ihm gemachten, unterschei-det, die gegenseitige Einwirkung verschiedentlich clertri-sirtcr Leiter ist. So z. B. wenn ein Leiter der mehr elek-trisches FlUldilM als der Boden hat, d. h. der in demsogenannten positiven Zustande ist, einen Theil von elek-trischem Flttidnm , das einem benachbarten Körper zu-gehörte, in den Boden strömen laßt; so leidet er selbstdurch eine merkliche Vermindrung der ausdehnendenKraft seines Fhiidums, die Modifikation, welche erin dem andern Leiter hervorgebracht hat: so daß dieselbeQuelle, die ihm vorher kein elektrisches Fluidummehrgeben konnte, ihm alsdann eine neue Menge geben kann;und daß diese Anhäufung sich offenbart, wenn man dennegativ gewordenen Leiter zurück zieht. Dieselbe Ur-sache wirkt umgekehrt, wenn der unmittelbar modifi-cirte Leiter, in den negativen Zustand versezt war,
§. Z22.
Unterdessen sich Hr. Volta mit den gegenseitigenEinflüssen verschiedentlich elcktrisirrcr Leiter beschafftigte,und die Folge daraus, auf die bereits beschriebenen Phä-nomene anwandte, studierte Lord Mahon die Ver-änderungen, welche ein elertrisii ter Leiter an den ver-schiedenen ^Theilen desselben isolirten Leiters, der sichin seinem Einflüsse befindet, hervorbringt, und fand:„daß, wenn man dem ersten Leiter einer Elekmsjrma-schine, einen langen, isolirten Leiter, in gleicher Linie
mit
*) Jezt ist er nach dem Tode seine? Vaters, der ihm dieBahn zu Kenntnisse» unb Tugend zeigte, Lord Stau-Hohe.