Von dem elektrischen Fluidum. 2zz
selbe Ursache. Weil seine Belegung /V in Berührungmit dem Apparat, eine ziemlich große Menge von tick-trischem Fluidum fassen konnte, ohne davon fast einZeichen am Elektrometer zu geben, so begreift man leicht,daß, wenn man unmittelbar diese Belegung durch eineandre Quelle ladet, und man sie in Berührung mit demCondensator bringt, das Zeichen der Elektrisirung, sichbis zu dem Punkt vermindern wird, wo es im vorigenFalle war. Ich habe aber oben gesagt, daß das Elek-trometer nicht die Menge des elektrischen Fluidums,was in dem Körper, zu dem jenes gehört, enthalten ist,anzeigt; sondern nur den Grad der ausdehnenden Kraftdieses FluidUMs. Ein schwaches Zeichen am Elektro-meter bedeutet also wenig ausdehnende Kraft; unddaher rührt das besondre Phänomen des Apparats, alsEonservator betrachtet, d. h. man kann mchrmalen dieBelegung berühren, ohne ihr allen Ueberschuß anelektrischem Fluidum, das sie in Verglcichung mit demBoden besizt, zu entziehen. Denn die Zurückkauft deselektrischen Fluidums, welches die langsam leitendePlatte verloren hat, geschieht nothwendig langsam,und da nur durch das fortlcitcnde Fluidum, welchesjenes bey seiner Zurückkunft mit bringt, die ausdehnen-de Kraft des in der Belegung verdichteten elektrischenFluidums wieder entstehen kann, so kann jedes kurzedaurende Berühren nur einen Theil der Wiederherstellungdes absoluten Gleichgewichts hervorbringen. Drrses wirdman gewahr, wenn man nach jedem Berühren abgeson-dert, die verschiedenen Theile des Apparats prüft; dennman findet jedesmal die Belegung etwas wenigerpositiv und den übrigen Apparat etwas weniger negativ.Ohne diesen Apparat, würde das schnellste Berühren dieBelegung gänzlich entladen haben.
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