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sorgniß ist auch nicht ahne allen Grund; zumal wennman das Costume der jetzigen Zeilen, und besondersder Franzosen bedenkt, welche in der Geschichte gernschildern, ihre Schilderungen gern übertreiben und oftdas Ideal verfolgen, wenn das Wahre nicht genugentzücken oder kitzeln will. Und wer in der Versuchunggewesen, der Wird leicht erkennen, wie geschwind maneine Geschichte von der Seite fasset, nach welcher siemit unscrm Plan, mit einer schmeichelnden Entdeckung,oder mit unscrm Vorurlhcil Passet. Nichts ist leichterund bequemer, als eine Ursache unterzuschieben, darausden Vorfällen eine Erklärung zu geben, und damit,nach Art eines Vo ltaire, das Angenehme und Unter-haltende auf Kosten der Wahrheit zu befördern. Unddieses würde gewiß der Geist der Epopöe mit sichbringen, wenn eine Geschichte in dieser Art, und vonMännern geschrieben würde, welche nolhwcndig vielFeuer, und mit diesem auch einen Hang zum Aus-schweifenden, zum Wählerischen und zu Erfindungenbesitzen müßten.
Dcmungcachtct aber wünsche ich doch, daß dieseArt erwählet, und ein Gcschichtschrciber vorhanden sehnmöchte, welcher alle Vorthcile eines Genies ohne diefast nolhwcndig damit verknüpften Fehler besitzen müßte.In einzelnen Stücken der Geschichte, in Lebensläufenbesonderer Helden, in Beschreibungen großer Revolutio-nen, in Erzählungen gewisser Kriege, welche nur EinenEndzweck gehabt haben, mangeln auch dergleichen Genies