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Reliquien von Justus Möser und in Bezug auf ihn
Entstehung
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Moser, über die Spiele seiner Nerven.

Mcinc Ncrvcnzufälle kommen noch immer wieder,und unterhalten mich oft so sehr, als sie mich quälen.Zm vorigen Winter hatte ich sie, wiewohl durch meineeigene Schuld, zu einer außerordentlichen Höhe gebracht.

Es waren nun schon sechs Nächte vergangen, ohnedaß ich auch nur des allergeringsten Schlafs genossenhatte, und die siebente, welche jetzt heranrückte, machtemir auch nicht die mindeste Hoffnung dazu, indem allemcinc Sinne ganz besonders gespannt waren.

Von Unmuth hingerissen, setzte ich unbesonnenerWeise meine Fußsohlen an einen warmen Ofen, underhitzte solche über eine Stunde, in der Meinung, da-durch irgend eine günstige Veränderung zu bewirken.Allein dieses sonst in meinem Leben nie versuchte Mit-tel that eine ganz verkehrte Wirkung.

Vorhin hatte ich, so oft mich das Ncrvcnsiebcrheimsuchte, und sobald ich des Nachts die Augen schloß,nur ein weites, schönes, lichtes Feld vor mir, woraufallerlei Formen von Gegenständen, die jemals durch'sAuge einen Eindruck auf mich gemacht hatten, sich inden schönsten und herrlichsten Farben zeigten, und infortgehender Bewegung unaufhörlich veränderten. DieFarben richteten sich mchrenthcils nach den Tapetendes Zimmers, worin ich den Tag zugebracht hatte,und waren einmal alle feurig, da ich des Abends aufmeinem Ruhebette gelegen, und die Augen gegen ei-