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düngen lache, wodurch mich meine Eigenliebe zu ih-rem Zwecke führt.
Mein Glück ist dabei, daß mich die Natur miteinem sehr ehrbaren Gesichte und gerade mit so vielPhlegma beschenkt hat, als nöthig ist, um meine leb-hafte Empfindung aller Gegenstände znrück zu halten.Rur in meinem Lchnstuhlc, oder an meinem Schreib-tische lache ich oft ungesehen und ungchört; aber inGesellschaften und selbst unter meinen besten Freun-den schützt mich mein Phlegma wider alle bittere Aus-brüche meines Herzens. Daher habe ich auch sehrselten Jemanden mit einem Worte, oder mit einerMiene beleidiget, so lange er ein Thor für sich blieb.
Indessen mag ich doch früh schon viele Gefällig-keit gegen mich selbst gehabt haben; denn ich schriebschon im vierzehnten Jahre meines Alters meinen Le-benslauf. Die Gelegenheit dazu gab, daß ich, ausFurcht vor einer wohlverdienten Strafe, meinen Elternentlaufen und nach Münster gegangen war, wo ichhungrig ankam, und, weil ich kein Geld mitgenommenhatte, mein Brod vor den Thürcn suchen sollte. Ichging von dem Morgen bis zum Abend die Stadt imKreise herum, wollte immer Jemanden um eine Gabeansprechen, und konnte kein Wort hervorbringen.Endlich aber brach mir der Hunger den Mund, undein Mann, dem ich stammelnd meine Roth eröffnete,gab mir sechs Pfennige und den Rath, geschwind wie-der zurück und zu meinen Eltern zu gehen. Wie reich