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Reliquien von Justus Möser und in Bezug auf ihn
Entstehung
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3. Frau von Voigts an Goethe.

Thcuerster Herr GchcimerrathSie hätten nach meiner vormaligen Antwort wohlnicht gedacht, daß mein alter Vater noch Ihr Vcrthci-digcr werden, und Ihre Sache gegen den großen Frie-drich aufnehmen würde. Allein so sehr er dem Königesein Urthcil zu gute hält, so sehr ärgerte er sich überdaö Nachbeten solcher Leute, die unendlich weniger alsder König zu besorgen, und unendlich mehr Zeit hät-ten, ihre Lcction zu studircn. Und im Eifer warf erseine Gedanken ausis Papier, das ich hiebci übersende.Er ist selbst nicht völlig mit seiner Arbeit zufrieden,weil seine Gesundheit ihm nicht erlaubte, das Feuer,womit er ansetzte, lange genug zu unterhalten. In-dessen werden Sie seine Gesinnungen und seinen gutenWillen daraus leicht erkennen, und was er in derEile übergangen hat, hinzudenken. Ich wünsche, daßes Ihnen als ein Mcrkmahl seiner" wahren Hochach-tung gefallen, und zugleich diejenige in ihrem Anden-ken erhalten möge, die in dem unbeachtetsten Winkeldcs Erdbodens bcharrt

Immer behalten wir Weiber das Wichtigste biszum Postscript und das geschieht auch hier, nchm-lich die Bitte um Ihr Schattenbild. Freilich Hab' ich'sin meiner kleinen Sammlung; allein von Ihnen selbstwürde es mir theurer sehn, und auch gewiß, daß es