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Reliquien von Justus Möser und in Bezug auf ihn
Entstehung
Seite
XXVII
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wie weit er entfernt war, seine Originalität in blin-dein Erguß walten zu lassen: wie er nachgedacht hatteüber Maß und Ncgcl, ohne die alles, was in dasGebiet der Kunst gehört, nichts ist, davon ist dasFragment: Also sind die Regeln nicht zu ver-achten ein schönes Zcugniß. Schade, daß dieserAufsatz nicht weiter gedieh! Er läßt vcrmuthcn, wieder Verfasser einen Gegenstand ansah, über den zuseiner Zeit die Kritiker unter sich und mit dem Pu-blicum in ewigem Streite lagen.

Wir übergehen, was er gegen das Ende desFragments von Werken sagt, für die eine gewöhnlicheErfahrung ausreichen mag. Im Anfang desselben,wo der Adler als Glcichniß dient, ist ohne Zweifelvon Werken der Kunst die Rede, gegen deren von denBattcur, Boilcau's und Gottschcd's aufgestellte Re-geln im letzten Viertel des vorigen Jahrhunderts einemächtige Opposition in Deutschland sich erhob. JedeOpposition fördert das Wahre; aber selten ist sie esselbst. Einzelne Denker, über leidenschaftliche Par-teiung erhaben, erkennen in Zeiten solcher Krisen dieWahrheit, insofern sich diese von sterblichen Augen er-kennen läßt, jenseits der Streitenden. Möscr, selbstOriginal, konnte kein Freund der kalten, nur vomVerstände aufgestellten Regeln seyn; aber eben so we-nig konnte er sich zu jener Opposition bekennen; er