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zutage oftmals unter diesem Titel angepriesen wird,hat er sicher nicht gemeint.
Bei dem Briese an einen jungen Staats-mann wird Mancher ausrufen! „Ist es nicht, als obMoser diesen Brief in unfern Tagen geschrieben hätte!"und gewiß könnte er ihn in dieser Zeit geschriebenhaben; gewiß hätte er zu manchen politischen Ideenund Bcrfassungs-Borschlägen, die seit einigen Jahr-zchcndcn wie Pilze hervorschicßcn, den Kops geschütteltund über sie in dem ruhigen, verständigen Tone, indem wir ihn hier reden hören, mit seiner gutmüthigcnIronie sich vernehmen lassen. Wir werden durch dasmitgethcilte kleine Fragment auf eine mächtige Op-position geführt. Was wir aber inMöser's Schriftenoft zu bemerken Gelegenheit haben, möchte auch hierstatt finden. Wir würden, wäre der Brief vollendetworden, auch hier den Denker gefunden haben, der,über Partciung erhaben, die Wahrheit jenseits derStreitenden erkennt. Denen, die, unbekümmert umGeschichte und Erfahrung, und ohne Achtung vor demAlten und Bewährten, nur das Neue, der Leidenschaftund den Licblings-Zdccn des Tages Zusagende wollen,kann Möscr's Wort als eine gesegnete Mahnung er-schallen; aber auch die Gegenpartei wird nicht an-nehmen dürfen, sein Wort, das Wort eines solchenMannes, seh ganz zu ihren Gunsten gesprochen. Des