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Reliquien von Justus Möser und in Bezug auf ihn
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nutzen, um den jetzt empfänglichen Gcmüthcrn derMenschen das jedesmal auftauchende Große faßlicher,lebendiger, eindringlicher zu machen. Auch das minderBedeutende wirkt in einer solchen Zeit; wie man denReliquien der Heiligen an den Festen derer, denen sieangehören, eine besondere Kraft zutraut.

Betrachtungen dieser Art bewogen den Heraus-geber, dem Publikum Reliquien von Justus Mosermitzuthcilcn, die günstige Umstände in seine Händebrachten. Sic sind sehr verschiedener Art; doch wer-den sie alle, wie an sich, so in dem oben erwähntenSinne, willkommen sehn; und sollte einst sich einMann finden, der, nach der verdienstvollen VorarbeitNicolais, eine ausführliche Biographie Möscr'S znschreiben unternähme, dann dürfte manche von denReliquien diesem von großem Wcrthc sehn.

Das Publikum erhält also zuvörderst:

Einen Brief Möscr'S an seinen jüngernBruder, Johann Zacharias, geboren im Jahre1.72k, gestorben als Criminal-Actuar zn Osnabrück1767. Dieser talentvolle aber seltsame Mann, der,bei einem regen Geiste, sich nicht in die Schrankendes gewöhnlichen Lebens zu finden wußte und nichtdie sittliche Größe besaß, die den Bruder auch in an-fänglich gering scheinenden Verhältnissen Großes zuschaffen trieb, hatte in Jena die Rechte stndirt. Er