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Gleichgewicht gebracht, „Wucht und Gegenwucht"gegeneinander ausgeglichen und, wie man wohlim Görres'schcn Sinn hinzufügen kann, mancherweltlichen Neuerungslust einen sichern geistlichenDeckmantel gegeben. Jndcß hatte die Sünde derMenschen zugenommen, und da wir gewohnt waren,unsere eigenen Fehler den Ideen und der Zeit zu-zuschreiben, so wäre jene mittelalterliche Harmoniedes Duldens und Handelns, des Glaubens undForschens durch die überwiegende Thatigkeit derSpontaneität gestört und der unselige Anfang zujenen Zersetzungen und Revolutionen gemachtworden, die in kirchlicher Hinsicht die Reformationschufen. Der Protestantismus hatte sich nachjenem Dualismus wieder in den Vernunftglaubenund die Frömmelei gespalten, welche beide Ten-denzen denn auch bis heute einen beispiellosenGipfelpunkt erreicht hätten. Der Protestantismushatte die Fürsten von der Kirche befreit, und siezu jenem Absolutismus getrieben, der die Revolu-tion hervorrief und wiederum mit ihr die beiden