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Aliso bei Oberaden und die Varusschlacht : Römer- und Nibelungenspuren im Lippe- und Ruhrland, nachgewiesen in Geschichte, Bodenforschung, Heldensage
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11V Die Varusschlacht

der römischen Münzen die höchste Beachtung, besonders, nachdem es mirgelungen ist, die Fundstelle selbst zu ermitteln, die Hülsenbeck nur allge-mein mit der Bezeichnung!Auf der Höhe von Hilbeck" angibt. Da mir abereben jetzt, wo die Gegend bei Wert wieder Gegenstand des historischen Inter-esses geworden ist, sehr daran liegt, auf die Bedeutung der hier gemachtenMünzfunde erneut hinzuweisen, will ich, den Gang der fortlaufenden Erzäh-lung unterbrechend, folgendes hier einschalten.

Ich habe bereits in meiner ersten Schrift überAliso bei Oberaden"(190S) bemerkt, welche Bedeutung ich der Gegend im Sinne der Hülsen-beckschen Varusschlacht-Hypothese beimaß, glaubte aber damals noch, zwischender Örtlichkeit der Varianischen Niederlage sei sie nun bei Detmold odersonst irgendwo zu suchen und Aliso kein so enges Verhältnis annehmenzu sollen. Meine Forschungen sind aber über diesen Standpunkt hinwegweiter fortgeschritten, wie sich das aus dem Zusammenhang meiner Schriftergibt, nicht zuletzt auch infolge meiner Untersuchungen bei Werl, für die ichauch meinen Freund, Herrn Oberlehrer Hartmann, zu interessieren michbemühte: wesentlich wurde ich bei meinen Forschungen unterstützt durch denverstorbenen Pfarrer Panhoff-Hemmerde. Welchen Anteil aber auch dieForschungen des Herrn Oberlehrer Lotze an dem Weiterkommen meinerStudien haben, geht schon zur Genüge aus meinen früheren Darlegungenhervor. Besonders aber danke ich auch Herrn Regierungslandmesser Schopp-mann sehr für seine Unterstützung und vielseitige Beratung. Auch HerrOv. Stieren (Landes-Museum in Münster, Abteilung für Vor- und Früh-geschichte) hat mir sehr wertvolle Hinweise gegeben. Mit dem Direktor desStädtischen Gustav-Lübcke-Museums Hamm, Herrn Bänfer, stehe ich auchbezüglich der Forschung bei Werl in steter Verbindung.

Da die von Hülsenbeck gegebenen Fundnotizen erfreulich deutlich waren,ging ich dessen Angaben gemäß, wirksam unterstützt von mir nahestehendenWerler Bürgern, schon um 1906 zu Herrn Goldschmied und JuwelierStampfer in Werl, dessen Vater schon Hülsenbeck wichtige Mitteilungen ver-dankte über viele Silbermllnzen von Augustus, die bei Werl gefundenwurden. Auch Herr Stampfer, Sohn des Vorgenannten, wußte vonrömischen Münzen zu sagen, die ihm öfters gebracht worden seien, damit ersie zu Schlipsnadeln umgestalte. Er nannte mir auch noch bei meinen erstenBesuchen 1906/07 Träger solcher Nadeln. Nun hatte aber auch Hülsenbeckeine besondere Notiz über den Verbleib der Münzen. Dieser gleichfalls nach-gehend, kam ich zu Herrn Metzgermeister Cohn in Werl, der eine in einemBeutel aufbewahrte Münzsammlung besitzt: er hat diese nach den mir 1907gemachten Mitteilungen von seinem 18S6 verstorbenen Vater übernommen.Herr Cohn sagte mir dann gleich, in dieser Sammlung seien auch sog.H e i d e n k ö p p e". Zu diesen zählte er den auch mir als das wichtigsteStück seiner Sammlung erscheinenden 2 v. Chr. geprägten Cäsares-Denar des Augustus.

Da es mir nicht möglich war, Näheres über die Herkunft des wertvollenStückes zu ermitteln, auch nicht über den von mir vermuteten Zusammenhangmit dem großen Münzfund, den v. Steinen erwähnt, so ging ich einer anderenMitteilung nach, die ich meinem Amtsbruder Pfarrer Lohmeyer in Wibling-werde bei Altena, jetzt in Stiepel a. d. Ruhr, verdanke. Wie ich hier nach