Zo?
stieg die Macht der Beys, die sich allmähligin wahre Landesherren verwandelten. Schondurch ihre Feidzüge nach Peinen, Persien,und andre Lander dieser Gegend, zu Ansehnund Reichthum gediehen, wußten sie ihrenEinfluß immer geltender zu machen. Unterandern vermehrten sie, indem sie ihren frey«gelassenen Sclaven wichtige Aemter verschaff-ten, die Zahl ihrer Anhänger. Sie schli-chen sich von einer Zeit zur andern so glück-lich in den Diwan ein, daß dieser zuletztnur aus den 24 Beys bestand. Wenn demPascha sein Bestreben, unter den Beys Un-einigkeit zu stiften, nicht gelang, sah er sichin seinem Pallaste zu Kahirah gleichsam ein-gesperrt, und wagte er es, sein Anseht,zu behaupten, so gerieth er in die Ge-fahr, nach Constantinvpei zurückgeschickt zuwerden.
Die Beys stellten also jetzt die eigentli-chen Herren des Landes vor. Die Pfortestand mit Aegypten nur noch in einer Artvon Lehnsverbiudung. Der Tribut wurde ihrmeistens regelmäßig bezahlt. Diese Staats-verfassung zeigte sich aber erst seit dem Zahre
1746