mit dem Getreideverkauf, unterhielten siewohl gar mit Straßenräubcrn ein Einvcr-ständniß. Das Mißvergnügen, das sie da-durch bey den Einwohnern des Landes er-regten, benutzten die Oberbefehlshaber dertürkischen Truppen, das Ansetzn der Paschenzn schwachen. Sie wagten wohl gar eineförmliche Empörung. So wählten sie sicheinst (1607) einen eignen Sultan; so wider-setzten sie sich (1622) der Anstellung einesneuen Pascha. Die Pforte mußte nachge-ben.
Das Selbstgefühl der türkischen Kriegs-leute wuchs jedoch besonders von der Zeitan, daß man ihnen eingebohrne Weiber er-laubte, daß man ihnen Länderepen anwies.Ihren Oberbefehlshabern räumte man denBesitz ganzer Bezirke ein. Man entschädigtesie auf diese Weise für den Unterhalt, densie nun nicht mehr aus den Lassen und Ma-gazinen des Staates zogen. Sie wurdenalso aus Soldaten Lehnguthsbesitzer. IhreBezirke und Ländereyen lagen aber innerhalbder Statthalterschaften der Beps. Sie wur-den also von diesen abhängig. Um so höher
stieg