schönen Lichte darstellte,' zeigten sich Spurender Uneinigkeit zwischen dem Könige und denNeichsständcn. Der Adel fühlte es zu innig,daß durch die Revolution er nur allein ver«lohren halte. Gustav, der nicht den ganzenStand feindselig gegen sich zu sehen wünschte,benutzte die alte Eintheiluug in Herren, Ritetcr und Knapen, um jeden Einzelnen inseiner Classe stimmen zu lassen. Die beydenersten Classen, die aus 48 Grafen, 149Freyherren, und 250 Rittern, bestanden, wa-ren weit weniger zahlreich, als die dritte,zu der 512 Knapen gehörten. Gustav rech-nete darauf, daß jene, die sich meistens imDienste des Hofes befanden, ihm mit ihrerWillfährigkeit entgegen kommen würden; al-lein sie verknüpften diese mit einem zu ho-hen Preise. Die Knapen fühlten sich dage-'gen zu sehr gekränkt, weil sie, seit der neuenEinrichtung, die meisten Stimmen verlohrcnhatten. Dieß bewirkte, daß, von dieser Zeitan, der Adel eine beständige Oppositionspar-thcy bildete. Dieß zeigten schriftliche An-merkungen, die man sich über Gustavs Ne-gierung erlaubte. Der darüber zum Unwil-len gereihte Gustav beschloß jetzt (25. Jan-
1779)