8
verwandelt worden war. Eben dieser Eigenenutz war am Mangel des Unterhalts fürMenschen und Pferde Ursache. Auch vonder für die Ausrüstung der Flotte auf demschwarzen Meere ausgesetzten Summe, über-welche Poremkin als Großadmiral den Oberebefehl führte, behielt Potcmkin so viel, daßvon 26 Schiffen, aus welchen ste bestehensollte, sieben noch unvollendet auf den Werftten lagen.
Potemkin rechnete, als er den Krieg ge-gen die Pforte begann, auf den mächtigenBeystand Josephs II, und es gab damahlswenige Politiker, denen nicht Oestreichs undRußlands Verbindung der Pforte den Ver-lust ihrer europäischen Besitzungen zu drohenschien. Aber wie sehr wurden ihre Erwar-tungen getäuscht! Joseph leistete seinen Bey-stand nicht bald, nicht thätig genug; Katha-rina wurde mit Schweden in einen gefährli-chen Krieg verwickelt, und endlich warf sichPreussen zum Netter des türkischen Staatesauf. Zuerst hemmte ein unerwarteter AngriffGustavs III von Schweden den raschen Fort-gang der russischen Unternehmungen.
Gustav