298
mce, mit der hessischen vereinigt, würde als-denn eine sehr bedeutende Kriegsmacht abge-geben haben. Seinen Plan kündigte dieHuldigung, die er in seinem Nahmen zuBrensach empfieng, schon ganz deutlich au.Auch war in der Capitulation weder Schwe-dens noch Frankreichs erwähnt worden. Ri-chelieu hatte sich jedoch einmahl fest vorge-nommen, Dreifach, eine Hanptfcstnng amRhcinc, der französischen Monarchie zuzu-wenden. Um Bernhards Gesinnungen fürdiesen Plan günstiger zu stimmen, wurde ernach Paris eingeladen. Dort sollte er einZeuge von den Fcyerlichkcitcn seyn, die manseiner Siege wegen anstellte. Aber er ent-schuldigte sich unter dem Vorwandc, das; dieUeppigkeit des Hofes ans ihn, als Kriegs-mann , einen nachtheiiigcn Einfluß habenkonnte. Richelieu machte hierauf einen an-dern Versuch, ihn für Frankreichs Interessezu gewinnen. Er both ihm die Hand seinerNichte, der Herzogin von Aiguillon, an.Aber Bernhard wollte keine Hugucnottin,und, was noch mehr war, keine seinem fürst-lichen Blute nicht angemessene Dame hcyra-thcn. Der allgewaltige Minister empfand
diese