gleichfalls verstärkt worden war, durch ge-waltsame Mittel aus seiner festen Stellung zuentfernen. Zu diesem Entschlüsse bestimmteihn die traurige Lage, in der sich sowohlseine Armee, als die Stadt, befand. Dieungeheure Mcnschcnmasse, die hier nun sie-ben Wochen zusammengedrängt war, hattealle Vorräthe fast aufgezehrt, und der Man-gel an Lebens - und Kriegsbedürfnissen wurdevon einem Tage zum andern immer fühlbarer.Besonders fühlbar wurde der Mangel anFütterung für 50000 Pferde, die man inbeyden Lagern rechnete. Alle Mühlen in derGegend von Nürnberg waren nicht hinrei-chend, um das Mehl für 50000 PfundBrod zu mahlen, die den Hunger der schwe-dischen Soldaten mehr reihten, als befriedig-ten. Die Zahl der Verzehrenden wurde durchdie große Menge Weiber und Kinder, welcheihren Männern und Vätern ins Feld nach-gefolgt waren, aufferordentlich vermehrt.Im waldsteinschen Lager soll man gegen15000 Weiber gezählt haben. An dieseschloffen sich nun viele Mädchen an, welchedie Wünsche der Ehelosen befriedigen, aberauch die gute Kriegszucht untergraben halsen.
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