Schweden zu sehr mit Eifersucht und Miß-trauen erfüllt, als daß er von seinem Plane,selbst das Haupt einer Parthey vorzustellen,schon hatte abgehen sollen.
Wenn auch nicht D. Hoc's Prcdigttertdie Aufmerksamkeit der katholischen Reichs-stände auf den protestantischen Convcut zuLeipzig hingezogen hatte, so würden ihnen dieBeschlüsse desselben unmöglich haben gleich-gültig bleiben können. Schon während des-selben entspann sich daher ein Schriftwechsel.Der Kaiser schmeichelte den versammeltenFürsten mit der täuschenden Hoffnung, allenihren Beschwerden abzuhelfen. Als ihm nunder Kurfürst von Sachsen eine Abschrift vondem Schlüsse des Convcnts überschickte, liester sich auf keiue bestimmte Erklärung überdenselben ein. Dagegen schickte er seinengeheimen Rath Hcgenmüllcr nach Dresden,um dem Kurfürsten, der leipziger Verabre-dungen wegen, Vorstellungen thun zu lassen.Diese wären (hieß es unter andern) derNeichsvcrfassung zuwider, weil durch sie dieRcichsstände abgehalten würden, ihre Con-tingcnte zur Rcichsarmcc zu stellen. Der
Kaiser