Druckschrift 
12 (1803)
Entstehung
Seite
110
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Frankfurt, und nun eilte er nach Pommern,um den König von Schweden von der völli-gen Eroberung dieses Herzogtums abzuhal-ten. Aber er kam zn spat. Demmin wardurch schlechte Vertheidigung, und Colbergdurch Hungcrsnoth, in Gustav Adolfs Ge-walt gerathen. Dieser hatte nun bey Schwcdtin der Uckcrmark eine so feste Stellung, undalle Eingänge nach Vorpommern wurden vonden Schweden so sorgfältig bewacht, daß Tillpvon der Unmöglichkeit, hier dnrchzudringcn,überzeugt, sich nach der Elbe zurückzog, ummit der Belagerung von Magdeburg seinGlück zu versuchen.

Seine Entfernung bestimmte den Königvon Schweden, die Stellung bey Schwebtzu verlassen, und bis Frankfurt vorzurücken.Die Stadt hatte zwar eine zahlreiche Besa-tzung, aber schlechte Festungswerke. Denwüthigen Schweden gelang es daher schonam dritten Tage (im April) sich derselbendurch Sturm zu bemächtigen. Tilly hatte ei-ne schwedische Besatzung in Neubrandcnburg,ihrer hartnäckigen Gegcnwchre wegen, nie-derhauen lassen. Um sich für dieses unbarm-herzige