Druckschrift 
12 (1803)
Entstehung
Seite
103
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lvz

fand sich mit einigen Abgeordneten des Her-zogs ein. Doch der Herzog, ein kränklicher,dem Alter sich nähernder Fürst, mußte selbstkommen. Gustav Adolf gab sich Mühe, ihmund seinen Räthen die Nothwendigkeit, inStettin eine schwedische Besatzung einzuneh-men, recht fühlbar zu machen; aber nur Dro-hungen konnten den Herzog endlich bewegen,seine ängstliche Ergebenheit für den Kaiserdem Dränge der Umstände aufzuopfern.Während der ernsthaften Unterhandlung sahGustav Adolf die Fenster des nahen Schlos-ses mit Damen angefüllt. „Jene schönenVertheidigerinnen, Vetter" sagte er im lä-chelnden Tone zu dem Herzoge „werden cSgegen eine einzige Compagnie meiner dale-karlschcn Fußknechtc nicht drey Minuten aus-halten!" Als der Herzog zurückfuhr, ließihn Gustav Adolf durch 200 auserlesene,schottische Musketicrcr begleiten, die, einemgeheimen Befehle zufolge, das äusserste Thorbesetzten. So bekam Gustav Adolf Stettinin seine Gewalt; so legte er für Schwedenzu dem Besitze Vorpommerns den Grund!Auch Stargard mußte ihm bald die Thoreöffnen. Conti, dem bey seinem schwachen

Heere