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schöflichen Stuhle. Das Kriegswesen wurdefast ganz vernachlaßigt, und der vorzüglichsteTheil der Kriegsmacht bestand in ausländi-sehen Soldtruppcn. Die Kriegsunternch,mungen fielen daher meistens unglücklich aus.Doch der furchtbarste Feind, den das oströ-mische Kaiserthum um diese Zeit hatte, warder persische Staat. Justin II, JustiniansNachfolger, der seinen Vorgänger an wah-rer Negcntcngröße übertraf, der die Reli-gionsstrcitigkcitcn beylegte, und die Avarcnzurücktrieb, hatte im Kriege gegen die Per-ser so vieles Unglück, daß er aus Gramdarüber in Wahnsinn verfiel. Auch Mauri-tius, der vorher General gewesen war,hatte sowohl mit den Persern, als mit denAvarcn, einen sehr harten Kampf. DieArmee, bey welcher wenig Kricgszuchtherrschte, und die Feldherren sehr oft ab-wechselten, konnte, da auch noch Empörun-gen hinzukamen, der Macht des persischenKönigs Hormisdas keinen nachdrücklichenWiderstand entgegensetzen. Hätte sich inPcrsien nicht (590) eine Revolution ereignet,so würde der zwanzigjährig« Krieg für das»strömische Kaiserthum vielleicht noch gefähr-licher