Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
322
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griecbifchen Redner dieses Zeitalters lebtenmeistens in den Hauptstädten des romischenKaiscrthums, wo sie sich haupisachlich mitdem llntcrricht iil der Redekunst beschäfftig-ten. Die vornehmsten, unter denselbenstammten aus Kleinasien her. Einer dersel-ben Chrysostomus (Goldmund) der vomDomitian aus Rom verbannt, vom Trojanaber ausscrordentlich geschaht wurde, verfer-tigte eine große Anzahl von Reden, vonwelchen 8c> bis auf unsere Zeiten gekommensind. Thcmistius, der zu den musterhafte-sten Rednern dieser Zeit gehörte, übertrafdie übrigen durch die Deutlichkeit und Ord-nung, die in seinem reichhaltigen Vortrageherrscht, und er wurde von verschiedenenKaisern, und vornehmlich von Constantindem Großen, sehr gcschcitzt. Umcr den rö-mischen Rednern dieses Zeitraumes zeichnensich M. Seneca, der Vater des Traucrspiel-dichters, der in gerichtlichen Reden einegroße Starke besaß; Quintilian, ein vor-trefflicher Lehrer der Redekunst, der vieleedle Römer bildete, und dessen Schüler,PliniuS der Jüngere, der Verfasser einerberühmten, von dem fehlerhaften Geschmacke

seines