Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
320
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ersten Kaisern ihre vorzüglichsten Satyrikerund Epigrammatisten; sie hatten einen Per-sius, der in seinen Satyrcn die verderbtenSitten seines Zeitalters in einem sehr ernst-haften und nachdrucksvollcn Tone rügt; ei-nen Martial, dessen Sinngedichte ungemci-nen Scharfsinn, und unerschöpflichen, im-mer lebhaften Witz athmen; einen Zuvcnal,der, gleich dem Pcrsins, mit edlem undfeurigem Ernst, aber auch zuweilen mit all-zugroßcr Frcymüthigkeit, die herrschendenLaster und Thorheiten seines Zeitalters, zumGegenstände seiner satyrischcn Laune macht.Verschiedene römische Dichter dieser Zeitwidmeten ihre Muse vorzüglich dem Helden-gedichte. So schilderte Lucan, ein Enkeldes altern Scncka, den der auf seine Kunsteifersüchtige Nero zum Tode verdammte, denbürgerlichen Krieg zwischen den Pompejusund Cäsar — die pharsalische Schlacht —mehr mit historischen, als mit poetischenTalenten. Flaccus besang die berühmte Arsgonautenfahrt, in welchem Gedichte manweniger auf Schönheiten, als auf dunkleund abgcbrochne Stellen, stößt. Auch inder Schilderung des zweyten punischcn

Krieges