Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
282
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völlig nach seiner Willkühr regieren. Erwollte seinen Despotenkopf erst mit dem kö-niglichen Diadem zieren; bald überzeugtenihn aber seine schmeichlerischen Freunde, daßer, über alle Könige erhaben, blos durchden Götterglanz sich eine Zierde verschaffenkönne. Claudius hatte seine Erhebung aufden Thron der Leibwache zu danken. Dießwar das erste Benspiel dieser Art. DenNero erkannte zwar der Senat für einenFeind des Vaterlandes; aber die ausgcbro-chencn Empörungen flößten ihm erst denhierzu nöthigen Muth ein. Vespasian er-hielt die Rechte, die seine Vorfahren durchdespotische Mittel sich zugeeignet hatten, aufeine gesetzmäßigere Art; aber Domitianmißbrauchte diese mit schrecklicher Willkühr,und scheute sich nicht, sich einen Herrn undGott zu nennen. Nerva rettete sich undden Staat durch die Ernennung eines vor-trefflichen Nachfolgers, des Trajans. SeinBeyspiel wurde, zum Besten des Staates,in der Folge sehr oft nachgeahmt. Hadrianbefolgte Trajans Regierungsgrundsätze schonmit mehr Strenger Mit ihm fangen diekaiserlichen Constitutionen, oder Verordnun-gen,