Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
168
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riefen daher (zo6) den Mapentius, einenSohn des Maximians, zum Cäsar aus.Hierdurch bekam der alte Maximian, derseit seiner Abdankung, auf einem sechs Mei-len von Rom liegenden Landguthe ein la-sterhaftes und schändliches Leben geführthatte, eine erwünschte Gelegenheit, denThron, den er ungern verlassen hatte, wie-der zu besteigen, und es gab nun auf ein-mal sechs Beherrscher des römischen Staa-tes, die sich alle den Kaisertitel anmafitcn.Von allen diesen 6 Kaisern war keiner einRömer, und nicht einmahl ein Italiener.Galcrius, der machtigste unter ihnen, hattefür Rom und Italien so wenig Achtung,daß er mit der Ausführung des Planes um-gicng, den Sitz des Reichs nach Dacien,seinem Vaterlands, zu verlegen.

So viele Beherrscher eines Staates zo-gen natürlich mancherlei, Streitigkeiten undbürgerliche Kriege nach sich, für welche Ita-lien den vornehmsten Schauplatz abgab. Se-vcrus wollte die Wahl des Marentius nichtgenehmigen. Er rückte gegen Rom; aberMaxcntius wußte dessen Soldaten zur Un-treue