macht. Dieser Fall trat auch jetzt ein. Dieorientalische Armee rief den Pescennius Nieger, die illyrische und die gallische den Sep-timiits Scverus zum Kaiser aus. Pescenniuswar in die sinnlichen Vergnügungen so ver-sunken, daß er sich nicht einmahl die Mühegab, sich nach Rom, dem Sitze des Kaiser-thnms, zu begeben; er blieb vielmehr zuAntiochien, und suchte sich und die Einwoh-ner dieser Stadt möglichst gut zu belustigen.Freylich war dieß auch bequemer, als demScverus, der ihm so leicht zuvorkommenkonnte, den Besitz von Rom streitig zu ma-chen. Als dieser sich der Hauptstadt näherte,befand sich Julian in ängstlicher Verlegenheit.Er ließ Leute anwerben, um in der Geschwin-digkeit eine Armee aufzustellen; aber die an-geworbene Mannschaft bestand meistens ausliederlichen, an Müßiggang gewöhnten Jüng-lingen, die mit dem Gewehre gar nicht um-zugchen wußten. Julian, der sich auf seinHeer nicht verlassen konnte, befestigte seinenPallast, als wenn er sich in demselben.zuvertheidigen gedächte, und schickte Meuchel-mörder aus, die seinen Gegner tödtcn sollten.Dieser rückte indessen näher. Julian schloß
sich