Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
67
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kclt, daß sich der Tag in Nacht verwandelte.Plinius, der große Naturforscher, der übereine bey Misemim liegende Flotte die Auf-sicht führte, bestieg, von einer edlen Neu-gierde angetrieben, sogleich ein Schiff, undnäherte sich dem Vesuv, um die Ursachen dersonderbaren Erscheinung auszuforschen. Untereinem heftigen Regen von Steinen, Ascheund Erde kömmt er bis nach Stabia, nichtweit von Pompeji. Der ungewöhnliche Schre-cken hatte die Menschen entfernt, und Pli-nius brachte die Nacht hier allein zu, umwahrend der Dunkelheit den tobenden Berg,der ganz in Flammen zu stehen schien, destogenauer zu beobachten. Aber in eben derNacht wurde auch Stabia von einem fürch-terlichen Erdbeben erschüttert, und zugleichflogen vom Vesuv so viel Steine her, daßsich Plinius zu entfernen wünschte. SeinSchiff wurde jedoch von einem widrigen Win-de zurückgehalten. Indessen wurde die linstimmer feuriger und beklemmender, und Pli-nius konnte endlich nicht mehr Athem holen.So starb der vortreffliche Mann als einOpfer seines Eifers für die Naturgeschichte!Titus ließ die zerstörten Oerter auf seine KosE 2 sten