durchaus nicht annehmen, bis die dringendenVorstellungen, bis die Drohungen der Sol-datcn ihn gleichsam dazu zwangen, bis Mu-cian, der mächtige Stadthalter Syriens, ihndazu beredete. Die an der Donau stehendenLegionen, die sich auch für ihn erklärten, rück-ten hierauf, von ihrem Generale AntoniuSPrimus geführt, nach Italien, und des Vi-tclliuS Truppen, die sich ihnen bey Cremonaentgegenstellten, wurden geschlagen.
Die Consuln brachten, in Verbindung mitSabin, dem Vruder des Vcspasians, und ver-schiedenen Senatoren, einige Mannschaft zu-sammen, um den Vitcllius, wenn er sichnicht gutwillig zur Abdankung verstehen wollte,mit gewaltsamen Mitteln abzusetzen; sie wur-den jedoch von der deutschen Leibwache dessel-ben so nachdrücklich abgewiesen, daß sie aufdem Capitolium ihre Zuflucht suchen mußten.Aber auch hier waren sie nicht sicher. DesVitellius Anhänger erstiegen das Capital,brennten den großen Iupitcrstcmpel ab, undnöthigten jene, sich zu ergeben, oder zu flie-hen. Indessen drangen die für den Vespasiangestimmten Legionen in die Stadt.
Der