daß er sich des tteberflusses durch Brechmittelentledigen mußte. Seine Mahlzeiten mußtenauch sehr kostbar senn, und unglücklich warderjenige, bey welchem er sich zur Tafel bath.Ein solches Mittags - oder Abendessen konnteleicht 20000 Thaler kosten. Als ihm beyseiner Ankunft in Rom fein Bruder ein Gast?mahl anstellte, wurden 2000 Gerichte Fischeund 7000 Gerichte Vögel aufgetragen^ undjedes Gericht war von einer andern Art.Er ließ sich eine große Schüssel von Goldmachen, der er den Nahmen: Schild der Mi-nerva, beylegte. Diese füllte er bey ihrerEinweihung mit Lebern von Mccräfchcn, mitdem Gehirne von Fasanen und Pfauen, mitden Zungen des Flamingo, und mit der Milchder Mecrlambrctcn, an. Seine Gefräßig-keit war so ungeheuer, daß er das halbge-bratene Spfcrflcifch von den Kohlen wegriß,und gierig hinunterschluckte. Nur durch herr-liche Mahlzeiten, die man dem Kaiser gab,konnte man sich zn einträglichen Ehrcnstellcnden Weg bahnen. Vitcllius war in derSchwclgcrcy so versunken, daß er alles an-dre darüber vergaß, daß ihn die Ministerwohl gar an seine Kaiserwürde erinnern muß-ten.
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