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5 (1802)
Entstehung
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da, wenn er anders einen unpartheyischenBeobachter abgab, von der Mcssiaswürde desnazarcthischen Jesus sich nicht überzeugt füh-len? So große, die Menschheit erhöhendeGrundsatze hatte noch kein Sterblicher gelehrt;eine so ganz reine, so ganz uneigennützigeTugend hatte noch kein Priester, kein Phi-losoph gepredigt; so rührend, so eindringend,den Verstandeskrastcn und den Umstanden derZuhörer so angemessen, hatte noch kein mo-ralischer Redner seine Vortrage eingerichtet.Dennoch hatte Jesus nicht das Glück, denBeyfall und die Zufriedenheit aller Standesich zu erwerben. Bey den Vornehmen, undbey den Gelehrten, machte er sich durch seinestrenge Tugendlehre, durch seine ganz unei-gennützige Menschenliebe, verhaßt; die Prie-ster fanden es ganz unverzeihlich, daß er denUntergang ihres Tempels und ihrer Volksre-ligion vorhersagte, und das gemeine Voltglaubte sich zur Unzufriedenheit über ihn schondadurch berechtigt, daß er seine reihendenErwartungen und Aussichten, wegen einerglücklichen Verbesserung der politischen Ver-fassung ihres Landes, so wenig erfüllte. Aberniemand ärgerte sich über Jesus mehr, als ^

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